Die Lust mit den Büchern

Cover Vorderseite

Cover Rückseite

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Leseprobe




Inhalt

Einleitung 7

Am Anfang, da war keine Lust 13

Dann waren sie wieder da, die Bücher 33

Die Bücher der Vergangenheit 57

Die Bücher der Gegenwart 91




Einleitung

Der liebe Gott hat dem Menschen die Bücher gegeben - und die Leselust. Wer‘s glaubt, wird selig! Das ist Storytelling für einfache Gemüter. Hier die rationale Variante der Erklärung. Lesen ist eine Kulturtechnik. Der Erwerb ist ein zivilisatorischer Lernprozess. Er zog sich über Jahrtausende hin. Jedes Individuum wiederholt den Vorgang, immer wieder neu. Ehrlich gesagt, es wurde mir nie die Wahl gelassen, ob ich das will. Im Nachhinein bin ich allerdings sehr einverstanden damit. Vielleicht gelingt es mir ja zu erklären, warum.


Am Anfang, da war keine Lust

Wenn ich die Rolle der Bücher in meinem Leben auslote, dann stoße ich, am Anfang jedenfalls, auf alles andere, nur nicht auf Lust. Nein. Nichts. Da gab es keine überschwänglichen Erinnerungen an fantastische Leseerlebnisse, an fieberhaft durchlese Nächte, an gefährliche Abenteuerreisen und an versponnene Traumwelten. Weil ich keinen Zugriff hatte auf die vorhandenen Schätze der Kinder- und Jugendliteratur, die ich Stück für Stück und Stufe um Stufe für mich erobern konnte. Vitrinen und Schränke, gefüllt mit verheißungsvoll nebeneinander aufgereihter und übereinander gestapelter Bücher, diese Bilder existieren nicht in meinem Kopf. Danach suche ich vergeblich. Aber wenigstens ein bescheidenes Bücherbrett, mit ein paar aufgebahrten Bildungsheiligtümern.
( ... )