Die Last mit den Büchern

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Cover Rückseite

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Leseprobe




Inhalt

Einleitung 7

Der Pazifik der Bücher 17

Der Atlantik der Bücher 27

Wenn die Last kippt 43




Einleitung

Ich sag‘s gleich. Ich habe ein Problem. Weil ich Bücher für was Besonderes halte. Die Vorstellung hat sich tief in die Falten meiner Großhirnrinde eingenistet. Das ist naiv, sicher. Trotzdem, ich bleibe dabei. Aus dem Grund kollidiere ich auch immer mal wieder mit der Wirklichkeit. Neulich zum Beispiel, bei ein paar mehr oder weniger zufälligen Klicks im Internet, da stieß ich auf eine Zahl. Die las ich gleich noch einmal. Nachdem ich mir sicher war, dass ich nichts falsch verstanden hatte, staunte ich und war fassungslos. Der Börsenverein des deutschen Buchhandels gab bekannt. Im Jahr 2016 erschienen auf dem deutschen Büchermarkt 72.820 Buchtitel, in Erstauflage. Das stimmt, wirklich! Wäre das der Tagesausstoß einer schnelllaufenden Stanzmaschine, dann müsste mich das nicht wundern. Eisenteile, Plastikbecher, elektronische Platinen - aber Bücher? Ich zweifle nicht an dem, was der Börsenverein mitteilt. Um so schlimmer.



Wer hat mir das nur eingeredet? Ich bringe die Bücher mit Plato in Verbindung. Der behauptete vor 2400 Jahren in seinem Höhlengleichnis, der Mensch erkenne die Welt nur durch die Schatten an der Höhlenwand. Ich erkläre mir das so. Was für Plato die Schatten, das sind für uns Menschen heute die Bücher. Die Idee fasziniert mich. Wenn ich was über die Welt erfahren will, dann steht es in den Büchern! Was ist falsch daran, das zu glauben?
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